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Schaan

Pfarrei zum hl. Laurentius

Erwähnt 842: Scana bzw. auch Scanaua - evtl. keltisch wie „esca" (=am Wasser), vielleicht aber im Zusammenhang mit "scamnum" (=Sandbank). Ältestes christliches Zentrum im Lande (Urpfarrei). Mit Benützung des schon verlassenen römischen Kastells entstand im 5. Jh. eine Kirche mit Baptisterium, die im 9./10. Jh. als Saalkirche neu erbaut wurde. Das war wohl die im karolingischen Reichsurbar (um 850) erwähnte Kirche des Königsgutes, das 965 durch Tausch an das Kloster Säckingen kam. 1298 erscheint sie in einem Ablassbrief erstmals als ecclesia S. Petri.



Die heutige Kapelle ist spätgotischer Herkunft (nach 1499). St. Peter war zuerst Pfarrkirche, und zwar für die romanische Bevölkerung. Letzte grössere Renovationen 1963 und 1998 abgeschlossen.



Kapelle St. Peter
 

Für den alemannischen Volksanteil war die Laurentiuskirche bestimmt, bei der auch ein alemannischer Friedhof des 6./7. Jh. gefunden wurde. Ein Neubau dieser frühmittelalterlichen Kirche, von der heute noch der Turm erhalten ist, wurde um 1100 errichtet. Im Verlaufe des Mittelalters wurde St. Laurentius die Pfarrkirche (als solche erstmals um 1300 urkundlich erwähnt).
Pfarrkirche hl. Laurentius

Die Kollatur hatten die Grafen von Montfort, die sie 1386 dem Domkapitel übergaben. Im Jahre 1900 wurde die Kirche niedergelegt, ausgenommen der Turm. Die neue Pfarrkirche war weiter südlich nach den Plänen des Wiener Architekten Gustav von Neumann errichtet worden; 1893 erfolgte ihre Konsekration. Letzte Renovation 1978 abgeschlossen. - Zur Pfarrei Schaan gehört die Kapelle Maria zum Trost auf Dux, deren heutiger Bau 1716 errichtet und 1743 konsekriert wurde; Turmbau 1789, Neueindeckung desselben und Bau der Vorhalle 1829. Renovationen 1909, 1943, 1974 und 1997/98.


Kapelle Maria zum Trost auf Dux

Votivbilder seit 1707. Bis heute beliebte und vielbesuchte Wallfahrtskapelle. - Pest-Kapellchen, um 1740 errichtet, mit einem 1845 entstandenen und anlässlich der Renovation nach 1950 durch eine Kopie ersetzten Bild der Muttergottes und der heiligen Fabian und Martin versehen, ursprünglich an der Landstrasse im Mühleholz, seit 1971 am Fürstensträsschen stehend. - Friedhofkapelle St. Johannes aus dem Jahre 1934. - Kloster St. Elisabeth mit eigener Hauskapelle seit 1935.

Kloster St. Elisabeth

Zur Pfarrei gehört das Pfarrvikariat Planken. An der Planknerstrasse steht das sogenannte Plankner Kapellchen (renoviert 1950) mit Muttergottes-Wandbild.



St. Josefkapelle
 



Gesamtzahl Einwohner in Schaan:
5,573
Anzahl Katholiken:
4,190
Fläche Km2:
26,845
Höhe m.ü.M.:
450