Von:                                Jessica Nigg [jnigg@volksblatt.li]

Gesendet:                       Freitag, 18. Juni 2010 14:20

An:                                  'Erzbistum Vaduz'

Betreff:                           AW: Entwurf zu Artikel: Kapelle auf Burg Gutenberg

 

Seehr geehrter Herr Walser

 

Alles klar, Dankeschön.

 

Beste Grüsse

Jessica Nigg

 

 

 


Von: Erzbistum Vaduz [mailto:erzbistum@powersurf.li]
Gesendet: Freitag, 18. Juni 2010 14:17
An: jnigg@volksblatt.li
Cc: 'Erzbischöfliche Kanzlei'
Betreff: AW: Entwurf zu Artikel: Kapelle auf Burg Gutenberg

 

Sehr geehrte Frau Nigg

 

Hier der Text mit meinen Korrekturen bzw. Ergänzungen (unterstrichen). In dieser Form kann er publiziert werden:

Die Positionen sind klar: Auf der einen Seite Land und Gemeinde. Sie wollen die Kapelle auf Burg Gutenberg zur Kulisse von Traumhochzeiten machen. Die geschehe auf Wunsche der Bevölkerung, so die Begründung. Auf der anderen Seite die katholische Kirche. Grundsätzlich hat sie nichts gegen Hochzeiten in einer Kapelle einzuwenden, wünscht sich aber eher realitätsbezogene und dauerhafte Ehen, als Träume, die verfliegen. Was katholische Hochzeiten angeht, führt Generalvikar Markus Walser diverse Gründe an, die gegen die Kapelle auf Burg Gutenberg sprechen: In Balzers gebe es mit der Pfarrkirche, der St. Peter Kapelle und der für Hochzeiten sehr beliebten Maria Hilf Kapelle ein genügend grosses Angebot. Dort ist die ganze kirchliche Infrastruktur inklusive Heizung und Toiletten für Trauungen vorhanden. Vor allem auch logistische Gründe sprächen mit einer fehlenden Zufahrtsstrasse gegen die Kapelle der Burg Gutenberg als Trauungsort. Dies wurde seitens des Erzbistums schon vor Beginn der Renovationsmassnahmen dem Land gegenüber klar kommuniziert.

Die offizielle Sprachregelung der Regierung lautet: Die Kapelle auf Burg Gutenberg, welche im Besitz des Landes ist, wurde vom Land Liechtenstein renoviert, damit sie auch genutzt werden kann. Dies war der Wunsch der Bevölkerung, der in zahlreichen Diskussionen immer wieder an die Verantwortlichen in der Politik herangetragen wurde. Inwieweit in der Kapelle katholische Trauungen durchgeführt werden können, ist eine Frage, die ausschliesslich die Kirche beantworten kann.

Vom Wunsch, in der Kapelle auf Burg Gutenberg zu heiraten, hat das Erzbistum bisher noch nichts erfahren: «Ich sehe nicht, dass der Wunsch früher in der Bevölkerung geäussert wurde. Es ist eine Erklärung des Hochbauamtes, um die Renovationskosten zu rechtfertigen», äussert sich Generalvikar Markus Walser zum Thema. «Wenn es ein idealer Trauungsort ist, könnte man vielleicht das Zivilstandsamt dorthin verlegen», meinte er schmunzelnd.

Vielen Dank für Ihre geschätzten Bemühungen und herzliche Grüsse aus Vaduz nach Schaan

 

Dr. Markus Walser, Generalvikar des Erzbistums Vaduz

 

Von: Jessica Nigg [mailto:jnigg@volksblatt.li]
Gesendet: Freitag, 18. Juni 2010 13:51
An: erzbistum@powersurf.li
Betreff: Entwurf zu Artikel: Kapelle auf Burg Gutenberg

 

Hallo Herr Walser

 

Hier der Entwurf des ersten Teils des Berichtes, in dem Sie zitiert werden.

 

Beste Grüsse

Jessica Nigg

 

 

Die Positionen sind klar: Auf der einen Seite Land und Gemeinde. Sie wollen die Kapelle auf Burg Gutenberg zur Kulisse von Traumhochzeiten machen. Die geschehe auf Wunsche der Bevölkerung, so die Begründung. Auf der anderen Seite die katholische Kirche. Grundsätzlich hat sie nichts gegen Hochzeiten in der Kapelle. Was aber katholische Hochzeiten angeht, führt Generalvikar Markus Walser diverse Gründe an, die gegen die Kapelle auf Burg Gutenberg sprechen: In Balzers gebe es mit der Pfarrkirche, der St. Peter Kapelle und der für Hochzeiten sehr beliebten Maria Hilf Kapelle ein genügend grosses Angebot. Und auch logistische Gründe sprächen mit einer fehlenden Zufahrtsstrasse gegen die Kapelle der Burg Gutenberg.

Die offizielle Sprachregelung der Regierung lautet: Die Kapelle auf Burg Gutenberg, welche im Besitz des Landes ist, wurde vom Land Liechtenstein renoviert, damit sie auch genutzt werden kann. Dies war der Wunsch der Bevölkerung, der in zahlreichen Diskussionen immer wieder an die Verantwortlichen in der Politik herangetragen wurde. Inwieweit in der Kapelle katholische Trauungen durchgeführt werden können, ist eine Frage, die ausschliesslich die Kirche beantworten kann.

Vom Wunsch, in der Kapelle auf Burg Gutenberg zu heiraten, hat das Erzbistum bisher noch nichts erfahren: «Ich sehe nicht, dass der Wunsch früher in der Bevölkerung geäussert wurde. Es ist eine Erklärung des Hochbauamtes, um die Renovationskosten zu rechtfertigen», äussert sich Generalvikar Markus Walser zum Thema.

 

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